Jubiläum in Gent: 225 Jahre Museum für Schöne Künste

3. September 2022 - 3. September 2023

Das Museum der Schönen Künste Gent (MSK) ist das älteste Museum in Belgien und eines der ältesten Museen Europas. Seine Sammlung umfasst etwa 9.000 Werke vom Mittelalter bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Zum Jubiläumsjahr erwarten die Besucher neben einem umfangreichen Rahmenprogramm gleich drei Sonderausstellungen. Los geht es am 03. September mit einer Schau über Albert Baertsoen: Der Genter Maler schuf im späten 19. Jahrhundert zahlreiche Ansichten der Stadt. Die Ausstellung zeigt ihn und sein besonderes Verhältnis zu den Stadtmalern, die zu dieser Zeit in ganz Europa für Furore sorgten (bis 26. November 2022).

Weiter geht es mit dem Antwerpener Meister Theodoor Rombouts: Zwischen den Weltstars Peter Paul Rubens und Caravaggio galt Rombouts zu seiner Zeit als einer der bedeutendsten Maler des 17. Jahrhunderts. Für diese international erste Einzelausstellung werden Werke aus aller Welt nach Gent gebracht (22. Januar bis 23. April 2023).

Am 20. Mai 2023 eröffnet schließlich eine Ausstellung über den deutschen Fauvisten Erich Heckel. Er schuf während des Ersten Weltkrieges eindrückliche Bilder Flanderns mit mehr Farbe und Leben, als es diese dunkle Zeit erwarten ließ. Die Ausstellung besteht fast ausschließlich aus Leihgaben aus deutschen Sammlungen, denn obwohl Heckel Flandern ausgiebig porträtiert hat, ist sein Werk in belgischen Museen kaum erhalten (bis 03. September 2023).

Im Mittelpunkt der umfangreichen Dauerausstellung des Museums stehen über 600 Meisterwerke vor allem aus den südlichen Niederlanden mit einer bedeutenden Auswahl an (belgischer) Kunst des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, aber auch Druckgrafik, Skulptur und europäische Malerei vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Alte Meister wie Hieronymus Bosch, Peter Paul Rubens und Anthony van Dyck hängen neben Impressionisten, Surrealisten und Modernisten wie James Ensor, Auguste Rodin, Emile Claus, René Magritte und George Minne. Darüber hinaus ist das Museum ein Wissenszentrum für die Kunst des 19. Jahrhunderts, des Fin de Siècle und des frühen 20. Jahrhunderts.

Besucher finden im Museum für Schöne Künste ein vielfältiges Angebot aus Ausstellungen, Vorträgen, Führungen und anderen Aktivitäten. Der Museumsshop, das Baranbau-Restaurant und das abwechslungsreiche Programm - auch mit Raum für zeitgenössische Kunst - machen das Museum zu einem lebendigen Ort für alle Altersgruppen.

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