Renovierung des Rubenshauses ab 2023

2023 - 2027

Das prächtige Antwerpener Wohnhaus des flämischen Meisters Peter Paul Rubens mit Atelier und selbst entworfenem Garten startet in eine umfangreiche Renovierungsphase: Noch bis einschließlich 8. Januar 2023 können Besucher das Refugium des Malers mit zwölf seiner Werke sowie die Gartenanlage erleben. Dann schließt das Museum und öffnet pünktlich zum 450. Geburtstag des ehemaligen Hausherrn 2027 in neuem Glanz. Künftig wird es im Rubenshaus mehr Raum für die Besucher und für internationale Ausstellungen geben. Dabei sorgen nachhaltige Technologien für ein optimales Innenklima in dem historischen Haus. Dank des neu eingebauten Aufzugs wird das Museum größtenteils barrierefrei. Der Garten wird ebenfalls neu gestaltet.

Bereits in diesem Jahr beginnen die Arbeiten für das neue Empfangsgebäude am Hopland: Ab 2024 können sich die Besucher hier bis zur Wiedereröffnung des historischen Museums einige Meisterwerke der Sammlung entdecken. Die erste Etage des Neubaus wird als kreativer Treffpunkt gestaltet, an dem Besucher an der Erzählung und Erlebniswelt des neuen Rubenshauses mitschreiben können. 2027 wird hier auch das neue Museumscafé eröffnet.

 

Über das Rubenshaus

1611 kaufte Rubens ein Grundstück mit Haus am damaligen Kanal Wapper. Er baute das Haus um und ergänzte es um ein Atelier mit der Ausstrahlung eines italienischen Palazzo. Dort empfing er zahlreiche hohe Gäste uns baute seine strahlende Karriere auf.

Die einzelnen Flügel des Rubenshauses sind um einen Innenhof gruppiert. Durch ein Barockportal erreicht man vom Innenhof aus den Garten, den Rubens selbst entworfen hatte. Nach Rubens‘ Tod im Jahr 1640 wechselte das Haus mehrmals seinen Besitzer. Im 18. und 19. Jahrhundert unternahm die Stadtverwaltung mehrere Versuche, den verfallenen Komplex zu erwerben. Dies gelang jedoch erst 1937 durch Enteignung. Danach wurden die Gebäude gründlich und liebevoll restauriert.

Im Museum Rubenshaus gibt es zwölf Werke des Meisters, darunter ein Selbstporträt, „Adam und Eva im Paradies“, „Die Schlacht Heinrichs IV. vor Paris“ und ein Porträt von Anthonis van Dyck als Jüngling. Weiter enthält das Museum zahlreiche Kunst- und Gebrauchsgegenstände, die aus Rubens‘ Zeit stammen oder ihm selbst gehörten, wie ein Stillleben von Frans Snyders, das Gemälde „Das Kunstkabinett von Cornelis van der Geest“ von Willem Van Haecht, Antwerpener Schränke und der Ehrenstuhl, der Rubens als Dekan der Malergilde zustand.

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